Zypern hat eine einzige offizielle Olivenölroute: die Route „Divine Olive Oil“ des Stellvertretenden Ministeriums für Tourismus, Teil seines Programms Heartland of Legends, mit Ölmühlen, Museen und Erzeugern in den Bezirken Nikosia, Larnaka, Limassol und Paphos. Kommen Sie während der Ladia, der Olivenernte, für die das Ministerium die Monate Oktober bis März angibt: Dann empfangen die aktiven Ölmühlen an der Route Besucher. Die einheimische Sorte ist Ladoelia, laut Landwirtschaftsamt die am weitesten verbreitete Olive auf Zypern, vor allem zur Ölgewinnung angebaut und eine der aromatischsten Sorten der Welt; Koroneiki wurde um 1977 eingeführt.

Am einfachsten sehen Sie den ganzen Prozess im Oleastro Olive Park, 3 km hinter dem Dorf Anogyra, auf halber Strecke zwischen Paphos und Limassol. Zum Park der Familie Ellinas gehören ein Museum, eine Bio-Ölmühle, die mit Mühlsteinen presst, ein Laden und ein Restaurant, und von Mitte Oktober bis Februar können Sie zusehen, wie das Öl gewonnen wird. Der Eintritt kostet 7 EUR inklusive Führung und Verkostung (Kinder unter 2 Jahren frei), die Öffnungszeiten sind 10:00 bis 18:00 Uhr; laut einer seiner eigenen Websites ist der Park samstags geschlossen, laut der anderen täglich geöffnet, rufen Sie daher vor einem Besuch am Wochenende unter +357 99 611004 an. Sein Öl wird nur aus Koroneiki-Oliven gepresst und ist von LACON bio-zertifiziert.

Im Bezirk Larnaka zeigt das Olivenmuseum in Anglisides die Geräte, mit denen man früher Oliven pflückte, presste und lagerte, und steht neben einem der ältesten Olivenbäume Zyperns: Das Forstamt bezifferte sein Alter auf 708 Jahre, als es ihn 2004 zum Naturdenkmal erklärte. Das Museum öffnet montags bis freitags vormittags, von 08:00 bis 14:00 Uhr, nach Terminvereinbarung mit dem Gemeindevorstand unter +357 24 432480. Oben in Pano Lefkara lässt Terra Oliva, ein 2001 von der Familie Sophocleous gegründeter Bio-Olivenhof, Besucher durch seine Haine spazieren, das Öl probieren und im Hofladen Öl, Oliven und Olivenpaste kaufen; rufen Sie vor Ihrem Besuch unter +357 99 409223 an.

Zwei Dorfmuseen im Bezirk Limassol bewahren die alten Pressen. Das Museum der Oliven- und Getreidemühle in Asgata nimmt ein Gebäude ein, das ab 1920 als Fabrik diente, und zeigt im Hauptsaal die Ölmühle mit all ihren Maschinen; laut Gemeinde gibt es sonntags von 11:00 bis 17:00 Uhr kostenlose 30-minütige Führungen und zu anderen Zeiten Besuche auf Anfrage (+357 25 632895). Im aus Stein erbauten Silikou nordwestlich von Limassol hat das Olivenölmuseum einen Mühlstein vor der Tür und wurde am 31. Juli 2014 eröffnet, am selben Tag wie das Commandaria-Museum des Dorfes; das Forstamt führt zwei der Olivenbäume von Silikou mit einem Alter von 400 und 600 Jahren. Die Öffnungszeiten des Museums sind nicht veröffentlicht, fragen Sie daher beim Gemeinderat unter +357 25 470732 nach.

In den Hügeln nordöstlich von Paphos verkauft Elaiones Stagona in Statos-Agios Fotios in einem Steingebäude mit weitem Blick eigenes natives Olivenöl extra, Wein, Honig und Soutzoukos, und der Erzeuger Diogenis Demetriou lädt Besucher ein, zu probieren und das Gut zu besichtigen: Er pflanzte 1994 seine ersten 500 Bäume, halb Koroneiki und halb Ladoelia, und hat heute 3.000 (+357 97 605200). Im Bezirk Nikosia nennt die Route aktive Ölmühlen, die Besucher nur in der Presssaison von Oktober bis März empfangen, darunter die Ölmühle Yiangou in Peristerona (+357 22 824555) sowie Mühlen in Lythrodontas, Analiontas, Deftera, Klirou, Akaki, Pera Orinis und Evrychou; rufen Sie vorher an.

Die Olivenfeste in den Dörfern häufen sich im September und Oktober. 2026 feierten Anglisides und Tseri ihre Feste im September und Silikou, Analiontas, Evrychou, Nikitari und Paramali Anfang Oktober. Der Olivenölmarkt in Agios Ioannis, einem kleinen Dorf zwischen den Flüssen Diarizos und Xeros im Bezirk Paphos, fand am Sonntag, 25. Oktober 2026, auf dem Dorfplatz statt, mit einer Vorführung der Ölgewinnung an einer traditionellen Steinmühle und Presse mit Zempilia (geflochtenen Palmkörben), kostenlosem geröstetem Brot mit Olivenöl, Palouzes, Ständen aus der Region und einer Olivenölverkostung. Die Termine für 2027 sind noch nicht veröffentlicht: Das Stellvertretende Ministerium für Tourismus gibt seine Liste der Dorffeste jedes Jahr heraus, und die Nummer, die es für den Markt in Agios Ioannis angab, lautete +357 99 100496.

Zu den kostenlosen Workshops, die das Stellvertretende Ministerium für Tourismus 2026 anbietet, gehören zwei rund um die Olive, beide nach Voranmeldung: einer zum Backen von Eliopita (Olivenkuchen) im Kaffeehaus To Kantouni in Troulloi, Bezirk Larnaka, am Samstag, 17. Oktober, von 10:30 bis 12:30 Uhr (+357 97 893103), und einer zu Olivenprodukten unter der Adresse Assias 3 in Lythrodontas, Bezirk Nikosia, an zehn Terminen zwischen dem 28. Oktober und dem 22. November, jeweils von 10:00 bis 12:00 Uhr (+357 99 371795).

Worauf Sie beim Probieren achten sollten: Laut Ministerium riecht zyprisches natives Olivenöl extra nach grünen Tomaten und Artischocken, manchmal nach frisch gemähtem Gras oder Bittermandeln, und schmeckt leicht bitter, mit einer mäßigen Schärfe im Hals. Das Landwirtschaftsamt ergänzt, dass Öl aus grünen Oliven grüner, bitter und scharf ist und sich am längsten hält, während Öl aus schwarzen Oliven süßer und goldener ist. Eine geschützte EU-Bezeichnung (g.U. oder g.g.A.) gibt es für zyprisches Olivenöl noch nicht, achten Sie beim Kauf daher auf den Erzeuger. Halten Sie neben dem Öl Ausschau nach Tsakkistes, grünen Oliven, die mit einem Stein angeschlagen, in Salzlake eingelegt und mit Koriandersamen, Knoblauch, Olivenöl und Zitrone serviert werden.

Sie überlegen, näher an die Olivenhaine zu ziehen? Unsere Umzugshilfe kümmert sich um die Aufenthaltsgenehmigung, die Registrierung im Gesundheitssystem GeSY und den übrigen Papierkram.